Franz Schubert Die schöne Müllerin D.795 Peter Schreier 1972 DGG 12" (TOP!)

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Beschreibung

Die schöne Müllerin, op. 25, D 795, ist ein Liederzyklus für Singstimme und Klavier von Franz Schubert, der 1823 komponiert wurde. Textbasis des Zyklus ist die Gedichtsammlung Die schöne Müllerin von Wilhelm Müller, die in den 1821 erschienenen Sieben und siebzig nachgelassenen Gedichten aus den Papieren eines reisenden Waldhornisten enthalten ist. Schubert hat von den 25 Gedichten 20 vertont, wodurch die vom Dichter intendierte Ironie im romantischen Sinne und der pessimistische Schluss aufgehoben wurden. Der Inhalt bezieht sich, biographischen Quellen und Briefen zufolge, auf Müllers unerfüllte Liebe zu Luise Hensel. Der Inhalt ist typisch romantisch. Ein junger Müllersgeselle befindet sich auf Wanderschaft. Er folgt dem Lauf eines Baches, der ihn schließlich zu einer Mühle führt. Dort verliebt er sich in die Tochter seines neuen Meisters. Doch die angestrebte Liebesbeziehung zur schönen und für ihn unerreichbaren Müllerin scheitert. Zwar scheint sie ihm vielleicht zunächst nicht abgeneigt. Doch dann wendet sie sich einem Jäger zu, denn dieser hat den angeseheneren Beruf und verkörpert Maskulinität und Potenz. Aus Verzweiflung darüber ertränkt sich der unglückliche Müller in dem Bach, der im Liederzyklus selbst den Rang einer teilnehmenden Figur einnimmt: Er wird häufig vom Müller direkt angesprochen; im vorletzten Lied, der Müller und der Bach, singen beide im Wechsel, im letzten Lied, des Baches Wiegenlied, singt der Bach ein wehmütiges Schlaf und Todeslied für den Müller, der in ihm ruht wie im Totenbett. Der Bach wird als Freund des Müllers angesehen, aber er kann auch als Feind gedeutet werden, denn er führt den Müller in den Tod. Die ersten Lieder des Zyklus sind freudig und vorwärts drängend komponiert, was sich auch in der schnellen meist in Sechzehntelnoten gehaltenen Klavierbegleitung niederschlägt. Der zweite Teil des Liederzyklus schlägt in Resignation, Wehmut und ohnmächtigen Zorn um und ähnelt in seiner Todessehnsucht dem zweiten großen vokalen Werk Schuberts: Die Winterreise. Die Hälfte der Titel des zweiten Teils sind deshalb bezeichnenderweise in Moll gehalten. Die Grenzen zwischen unbändigem Lebenswillen, Angst und Verzagtheit, Wehmut bis hin zur Depression sind in beiden Werken weit ausgelotet. In der Komposition spiegelt sich neben Schuberts eigener unglücklicher Liebe auch seine von schwerer Krankheit, Syphilis, geprägte Lebensstimmung.


Bestellnummer: Deutsche Grammophon Gesellschaft 2530 362

Vinyl: Sehr guter Zustand (Mint/Near Mint)

Label: Sehr guter Zustand

Cover: Sehr guter Zustand

Genre: Klassische Musik

Veröffentlicht: 1972

Interne Nummer: Y3573